Was ist denn eigentlich die Grauzone?!

Während SHARP (Skinheads Against Racial Prejudice) sich seit Mitte der 90er in Deutschland langsam verabschiedete, aufgrund eines Generationswechsels und weil die Problematik mit anwesenden Nazis auf Konzerten und anderen Veranstaltungen zurückging, konnte die diffus-unpolitische Grauzone hingegen in den letzten Jahren zunehmend mehr Terrain innerhalb der nicht-rechten Szene erobern (und damit vor allem auch geschaffene klare antifaschistsiche Werte innerhalb der Szene verklären und verschwinden lassen). Konzerte bei den es früher nur so gerappelt hätte sind beispielhaft für diese neue Form der Toleranz gegenüber rechtsoffenen bis klar rechten KonzertbesucherInnen mit Thorshämmern, über RAC-Glatzen im stylischen 80er Jahre Gewand bis hin zu Thor Steinar tragenden rechten Prolls aus der Hool-Ecke. Alles natürlich vollkommen unpolitisch! Allerdings macht sich unter der Oberfläche der unpolitschen Szene die sogenannte Grauzone weiter schön breit, deren Übergänge von „unpolitisch“ zu „patriotisch“ bis hin zu „nationalistisch“ fließend sind. In dieser Szene gibt es keine klare nachvollziehbare Abgrenzung nach rechts.

Generell lassen sich grob drei Kategorien von rechten Konzerten unterscheiden, deren Grenzen ebenfalls fließend sein können:

  • Nazikonzerte mit Nazi-Bands, Nazi-Publikum und Nazi-Veranstaltern
  • Konzerte mit Beteiligung rechter Bands, mit einem Besucherspektrum von „unpolitisch“ – rechtsoffen bis hin zu neonazistisch und rechtsoffenen bis rechten Veranstaltern
  • Rechtsoffene Konzerte, auf denen „unpolitische“ bis rechte Bands auftreten mit einem Publikum von unpolitisch bis rechts (neonazistisch und Hitlergrüße sowie NS-Symbolik sind eher verpönt, werden jedoch geduldet, solange sie den Ball flach halten). Die Veranstalter kommen in den meisten Fällen aus der sogenannten Grauzone.

Federführend bei der Förderung dieser Szene durch Oi!/RAC-Musik sind hierbei Musik-Labels wie Dim-Records, rechte Erlebniswelten wie die zur Zeit heimatlose Location Skinhouse Menfis in Ostthüringen, Fanzines wie das Stolz und Stil und zahlreiche Bands, die zwar in vielen Fällen scheinbar nur über den „Skinhead way of life“, Spass, Gewalt und Saufen, etc. singen. Die direkte Glorifizierung des Nationalsozialismus spielt bei diesen Bands oftmals keine Rolle. Viele dieser „patriotischen“ Bands haben jedoch überhaupt kein Problem mit explizit rechten Bands oder in rechten Locations zusammen aufzutreten.Von den meisten wird jedoch gebetsmühlenartig wiederholt, dass sie zwar „patriotisch“ aber an sich vollkommen unpolitisch seien (toller Widerspruch – Als ob „patriotisch sein“ kein politisches Bekenntnis ist). Solche schwammigen, in ihrer Tendenz jedoch eindeutig rechtsorientierten Bands stehen stellvertretend für die Grauzonen-Szene, die von ihrer Mentalität einem CDU/CSU Stammtisch mit kurzen Haaren in nichts nach stehen.

Da die Bands selbst Teil der Szene sind, sind sie Gradmesser für ihre Offenheit gegenüber dem rechtem Spektrum. Nationalistisches,rassistisches und antisemitisches Gedankengut und rechte/rechtsextremeIdeologiefragmente werden somit auch außerhalb der sich explizit verstehenden neonazistischen Skinhead-Szene wie Blood & Honour und Hammerskins transportiert und hoffähig gemacht. In der sogenannten Grauzone tummeln sich sowohl „Un- bzw. Apolitische“ als auch Rechtsextreme, die somit die Gelegenheit haben, auch mal auf anderen Hochzeiten mit zu tanzen um sich neue Vergnügungs- und Rekrutierungsfelder zu erschließen („Ich mag auch Soul und Laurel Aitken“). Die damit einhergehende schleichende Akzeptanz gegenüber rechten Positionen und rechten Personen wird von der „unpolitischen“ Fraktion somit gefördert und/oder billigend in Kauf genommen, da es keine klare Abgrenzung gibt.

Wir meinen ganz klar: Es ist nach den Erfolgen und angenehmen Zeiten der 90er, ein deratig negativer Rückschritt erfolgt, daß es Zeit wird die Scheisse beim Namen zu nennen und dagegen tätig zu werden. Es geht darum die klare Grenze wieder zu ziehen, die es einst gab und jede/r aus der Szene hat verdammt nochmal die Pflicht zu sagen auf welcher Seite er/sie steht.

Diese trübe Unitysauce ist absoluter Dreck!!!

Smash the greyzone!!!

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11 Antworten zu “Was ist denn eigentlich die Grauzone?!

  1. behind enemy lines

    unpolitisch= hirntot

    bei einigen bands ists nur rechtsrock nur ohne rechte texte, mit den worten crass`-It’s The Greatest Working Class Rip-Off- oi oi oi
    man kann auch einfach mal bei google die worte -unpolitisch und tucholsky- eingeben;

  2. Und wieder einmal muss man anhand der Kommentare zum aktuellen Diskurs schmerzhaft feststellen, dass die subkulturelle Strömung „Skinhead“ ganz offensichtlich nicht gerade ein Sammelbecken für Hirnmasse ist (Entschuldige bitte den Diebstahl dieses Spruches, lieber P., aber selten traf er in diesem Maße zu…). Manchmal ist es mir wirklich peinlich, dass ich mich selbst immer noch dazuzähle…

    Aber darum geht es mir hier nicht. Mich beschäftigt derzeit vielmehr die Frage, wie es eigentlich zu dem m.E. völlig absurdem Bündnis zwischen Antideutschen und Rechtsoffenen kommt. Allein der völlig unsachliche, bezugslos denunziatorische und geradezu niederträchtig verleumderische Brief dieses Sören ist in meinen Augen einfach schlichtweg unglaublich. Hier wird, ganz gemäß dem Motto „Erst mal kräftig den Schnabel aufreißen- am Besten sperrangelweit- völlig egal, ob man Argumente zum (oder auch nur nen vagen Plan vom) Thema hat“, wohlgemerkt in keinerlei auch nur ansatzweise erkennbaren inhaltlichen Zusammenhang zu dem hier erst einmal pauschal angefeindeten „Roten Hetzpamphlet“, argumentationslos mit abgedroschenen linksterminologischen Phrasen um sich geworfen, dass es eine wahre Pracht ist. Und, quasi als Totschlagargument, mit einer zentralen Behauptung, die schlicht und ergreifend unwahr ist: „(…)es sich bei RASH um eine der israelfeindlichsten Gruppierungen selbsterklärter deutscher Linker handelt (…)“
    Wenn das nicht mit der größte Schwachsinn ist, den ich in letzter Zeit vorgesetzt bekommen habe, dann weiß ich auch nicht…
    Gerade RASH (nein, ich bin kein Mitglied/Aktivist von RASH) ist, und nicht nur in Berlin, sondern auch in der gesamten BRD geradezu antideutsch „verseucht“, um es mal ganz krass auszudrücken. Wenn dem Autor das entgangen sein sollte, dann scheint er sich mit der Materie nicht wirklich auseinandergesetzt zu haben. Obendrein entkräftet ein derart unsachlicher Einwand in keiner Weise den Inhalt des „Roten Hetzpamphlets“- die Wahrheit ist und bleibt die Wahrheit, egal wer sie von sich gibt, da gibt es nichts dran zu rütteln, relativieren, leugnen etc. pp.- und selbst wenn es der Papst erzählen würde, so bliebe es dennoch die Wahrheit.
    Ich empfehle all den Kritikern des „Roten Hetzpamphlets“ dringendst, alle darin aufgeführten Details nachzurecherchieren, was in den Zeiten des „World Wide Web“ und der nicht nur damit einhergehenden übergreifenden Szenevernetzung zwar ein immer noch nicht ganz aufwandsloses Unterfangen sein mag, aber dennoch keine allzu schwierige Angelegenheit darstellt. Hab ich beispielsweise gemacht (war eh schon am Ball) und konnte mich somit vom vollen Wahrheitsgehalt selbst überzeugen. Hab da auch noch bedeutend mehr gefunden…

    Mein uneingeschränktes „Big Up!“ hiermit an die Verfasser des „Roten Hetzpamphlets“.

    Zum Thema Hardcore wie z.B. Agnostic Front oder Discipline können wir uns an anderer Stelle auch mal ausgiebiger unterhalten, denn genau da liegt m.E. auch einiges ziemlich im Argen. Aber das sei in diesem Zusammenhang mal hintangestellt, da es schlicht und ergreifend den Rahmen sprengen würde. Daher nur soviel zu diesem Thema: der Feind meines Feindes muss noch lange nicht mein Freund sein. Und dafür gibt es mehr als genug ziemlich stichhaltige Gründe…
    Im übrigen würde ich sehr gerne mal erfahren, wie die „(…)SHARP-Bewegung von den Redskins kaputtgemacht wurde (…)“, das scheint mir irgendwie entgangen zu sein. Und das, obwohl ich in diesem ganzen Skinhead-Folklore-Zirkus schon seit mehr als 20 Jahren mitspiele. Da muss ich wohl mal kurz nicht aufgepasst haben (vielleicht war ich ja grad aufm Klo…), denn das ist mir völlig entgangen. Genauso wie die abstruse Behauptung eines der Kommentare hier, in dem behauptet wird, dass damals bei SHARP alle mitgemacht hätten, egal ob links, rechts, oben, unten, hinten, vorne, usw.usf. Ein halt- und hirnloseres Postulat ist mir bislang noch nicht untergekommen, und ich musste mir wahrlich schon einigen Mist in meinem Leben anhören/durchlesen. Wie sollte das denn unter einen Pork Pie passen? Etwa in Form von Nebenströmungen wie „Rechte gegen Naziterror“ oder vielleicht „Faschos gegen Rassismus“?
    Look before you leap…
    Wenn Du allerdings damit zum Ausdruck bringen möchtest, dass schon damals Ende der 80er ein ziemlicher Haufen Spacken in erster Linie aus Gründen der eigenen körperlichen Unversehrtheit mit SHARP-Aufnähern, -Shirts und -Badges auf den dazugehörigen Veranstaltungen aufliefen, die aber dann an anderem Ort mit Faschos am Feiern und Saufen waren- natürlich dann auf einmal ohne besagte Aufnäher, Shirts und Badges- dann hast Du allerdings recht. Und, mal abgesehen davon, dass nach und nach mehr Langhaarige und Punks als Glatzen mit SHARP-Aufnähern rumrannten (und sich auch noch wunderten, warum man ihnen dafür Prügel androhte), genau das und nichts anderes war der Todesstoß gegen SHARP und macht eine gründlichere Auseinandersetzung mit dem aktuellen Thema mehr als nötig. Auf gut deutsch: man hätte diesen Augias(Sau)stall schon damals gründlicher ausmisten sollen. Dann hätten wir vielleicht heutzutage nicht solch absurde Situationen wie unlängst jene, als Thor-Steinar-Träger sich telefonisch bei der Leitung des Kato beschwerten, dass man ihnen beim Siempre-Antifascista-Festival in besagtem Etablissement den Zugang verweigerte. Und wenn der liebe Sebi anführt, er hätte seinerzeit beim Oppressed-Gig am selben Ort rechtes Kroppzeug dort erspäht, dann stellt sich mir weniger die Frage, warum die Veranstalter jene reingelassen haben (man (er-)kennt nun mal leider nicht jedes Arschloch), sondern vielmehr, warum der werte Sebi sich in so einem Fall nicht an die Veranstalter wendet, um einen Rausschmiss zu veranlassen. Vermutlich deswegen, weil er dann auf dem nächsten Grauzonenkonzert unangenehme Fragen oder gar Prügel beziehen würde. Vielen Dank, auf solche Kumpels kann ich getrost verzichten; wenn es mal wieder hart auf hart kommt, dann muss man wohl inzwischen schon froh sein, wenn die sich nur raushalten; wer zur Hölle kann schon sagen, auf welcher Seite sie letztendlich mitmischen würden…

    Darum an dieser Stelle mal ein vernünftiger Forderungskatalog, an dem wohl kaum jemand etwas auszusetzen haben dürfte:
    1. Es darf keine Kooperation mit solchen Wendehälsen vonseiten jeglicher Veranstalter, Booker etc. geben, da einer schleichenden Vereinnahmung unserer Freiräume und subkultureller Infrastruktur aus wohl nicht weiter zu erklärenden Gründen entschieden und mit allen verfügbaren Mitteln entgegengetreten werden muss. Und wenn Booker, Labelbetreiber oder Veranstalter schon Geld an unserer Subkultur verdienen wollen, dann haben sie sich auch gefälligst über ihre potentiellen Geschäftsgegenstände gründlich zu informieren. An dieser Stelle gibt es keinerlei Berechtigung für Rechtfertigungen a la „Das hab ich nicht gewusst!“.
    2. Sollten sich Veranstaltungsorte, Labelbetreiber oder Booker weiterhin dazu hergeben, offen und versteckt rechten und Grauzonenbands eine Plattform zu bieten, so ist ohne „wenn“ und „aber“ sofort jegliche weitere Geschäftsbeziehung oder sonstiger Kontakt abzubrechen.
    3. Sollten sich Booker, Veranstalter etc. hingegen weigern, diesen Minimalforderungen nachzukommen, so sind ihre nicht-grauzonigen/-rechten Bands gründlich über die Sachlage zu informieren und aufzufordern, eine weitere Zusammenarbeit mit ersteren umgehend einzustellen.
    4. Schluss mit diesem wischiwaschi Sozialpädagogendreck a la „akzeptierende Jugend- oder Sozialarbeit“! So etwas kann vielleicht „Papa Staat“ machen, dem die Rechten in der einen oder anderen Hinsicht als nützliche Deppen (z.B. als Legitimation/Grund weiterer repressiver neuer Gesetze) oft genug mehr als lieb und teuer sind, aber in unseren Zusammenhängen hat so ein gewissenloser bis niederträchtiger Humanabfall nun mal überhaupt nichts verloren. Daher ist nicht nur erkannten Rechten, sondern vor allem auch bekannten notorischen „Grenzgängern“ ein für alle Mal mit allen Mitteln die Tür zu weisen. Sollen sie doch zusammen mit ihren Bookern, Veranstaltern und anderen Kumpels ihre eigene Infrastruktur aufbauen, anstatt sich bei uns ins gemachte Nest zu setzen und selbes zu verpesten. Man komme mir hier bloß nicht mit dem ewig gleichen breitgetretenen Toleranzgewäsch, denn Toleranz hat im Umgang mit den Intoleranten nie etwas gebracht (kleiner Lesetip an dieser Stelle: Max Frisch- Biedermann und Brandstifter- um Gottes Willen- Literatur! Aber keine Angst, sie beisst nicht…): das beste Beispiel für aber auch sowas von gründlich in die Hose gegangene „akzeptierende Sozialarbeit“ (es hieß damals zwar noch nicht so, war aber unterm Strich genau das Gleiche) ist und bleibt der „Vorabend“ der faschistischen Machtübernahme.
    5. Ich fordere an dieser Stelle auch mal endlich eine vernünftige und nachvollziehbare Erklärung gewisser Teile der Antideutschen (die Betonung liegt hier auf „Teile“, da hier NICHT alle über einen Kamm geschoren werden, zumindest nicht in dieser Angelegenheit, zumal ich persönlich die vernünftigeren Parts ihrer Ansichten durchaus teile. Aber das ist ein komplett anderes Thema.) zu ihrem mehr als unverständlichen Umgang mit der Grauzone. Innerhalb der Linken gibt man sich als erbsenzählerische Spalter ganz im Stile und in der Tradition der deutschen 70er Jahre K-Gruppensekten, im Umgang mit der Grauzone und den Rechtsangehauchten lässt man aber gerne mal „Fünfe grade sein“- wie kann so etwas angehen? Wie vereinbart man so etwas mit seinem eigenen erklärten antinationalen Selbstverständnis? Hier sei nur nebenbei angemerkt, dass eher Aussenstehende, also Leute, die nicht gerade Up to Date in Bezug auf linke Diskurse sind, denen ich die gesamte Korrespondenz ums „Rote Hetzpamphlet“ vorgelegt habe, fast ausnahmslos der Ansicht waren, dass es sich bei Sörens Brief um eine Counter-Insurgency-Aktion, also ein U-Boot von rechts oder vom VS handeln müsse. Ich hatte alle Hände voll zu tun, diese zu überzeugen, dass dem nicht so ist. Also, in Eurem eigenen Interesse: Erklärt bitte Eure Standpunkte, wenn ihr Euch nicht völlig unmöglich machen wollt. Und ich bitte nachdrücklichst darum, an dieser Stelle konkret auf das Thema einzugehen und auf den Gebrauch unsachlicher und in diesem Falle völlig deplazierter Floskeln und Phrasen a la „israel/amerikafeindlich“ zu verzichten, da so etwas hier rein garnichts damit zu tun hat. Wenn Dir, werter Sören, ein paar m.E. dubiose Vögel, die Du erst mal in Bausch und Bogen als RASH höchstpersönlich verdammst (auch nicht gerade eine sachliche Herangehensweise), auf einem Soulallnighter wegen einem Davidstern-T-Shirt mit idiotischen Vorwürfen kamen, dann hat das mit diesem Thema aber auch überhaupt nichts zu tun. (Übrigens schmeißt man sich gefälligst in Schale, wenn man zu einem Soulnighter geht, da kommt man nicht mit’m T-Shirt daher… )

    Und, bitte, bitte, bitte, meinetwegen mit zwei Pfund Zucker und einem Sahnehäubchen obendrauf, versucht tunlichst an dieser Stelle nicht, einen afroamerikanischen Faschisten (und man sage, was man wolle, das ist der liebe Herr P.T. nun mal- nicht mehr und nicht weniger) mit dem Verweis auf „Antiamerikanismus“ relativieren oder gar legitimieren zu wollen; man muss Euch wohl hoffentlich nicht erst erklären, wieso nicht…

    In diesem Sinne „Oi, Gewalt!“ und „Brain’n’Brogues““ statt „Boobs’n’Boots“

    Klaas War
    (ach ja, man schreibt ja neuerdings dazu, wo man ansässig ist…) Worldwide

    PS an Stomper:
    So ist das nun mal, wenn man auf allen Hochzeiten tanzt- da sitzt man eben ziemlich schnell zwischen allen Stühlen. Oder mit anderen Worten: Wer sich mit Hunden schlafen legt, sollte sich nicht wundern, wenn er mit Flöhen aufwacht…

  3. Old Skins never die

    Oh Mist, Tippfehler:

    Ich zitiere im obigen Beitrag „The Oppressed“

  4. Pingback: Franky Flame im Conne Island – erneut ein rechtsoffenes Konzert im Conne Island? « which side are you fighting for?

  5. Pingback: Was ist eigentlich die Grauzone? « Oire Szene

  6. Roland Kaiser

    Vieles vom verfassten Artikel mag ja stimmen. Aber diverse Linksfaschisten sollten mal von dem die Partei hat immer Recht wegkommen und auch mal kritische Worte ins Hirn lassen. Nazis sind Nazis und Unpolitische sind keine Nazis und sollten auch nicht mit Nazis in eine Schublade geworfen werden. Meist sind das Leute, die negative Erfahrungen mit Lügen, Intrigen und Männerfeindlichkeit – die einfach mal in der linken Szene etabliert sind – gemacht haben und sich von dieser abgrenzen wollen ohne die Front nach rechts zu wechseln. Es ist ein Unding das solche Leute unter den Begriff Grauzone von Leuten die nicht wegen der Party zur Party gehen, die Party versaut bekommen oder gar darauf geachtet wird, dass das weibliche Geschlecht nicht schwach wird.
    Die Antifa sollte nicht der Chef des Antifaschismus sondern nur ein Teil davon sein. Zu Gesinnungsschnüffelein und Meinungen aushorchen kann ich nur Pfui sagen.

    Euer Roland Kaiser

  7. Hallo !
    Bin über LINKS auf euch gestoßen und wollte auch mal was loswerden, bzw. eher was wissen. Es verwirrt mich nämlich Einiges hier. Habe auch den Artikel über Stomper98, Condemned 84 + einiger Kommentare gelesen.
    Normalerweise interessiert mich sowas recht wenig und ich kommentier oder schreibe auch nichts, aber ich habe Urlaub, Zeit und ich möchte jetzt einfach ein paar Sachen wissen, bzw ein Statemant von den Machern dieses Projekts lesen.
    Nach eurer Einschätzung (wenn ich euch richtig eingeschätzt habe), würde ich vermutlich zur „Grauzone“ gehören. Dieser Begriff ist mir übrigens NEU. Kenne ich nicht ! Ich hab auch grundlegend mit der Skinhead-Szene seit fast 8 Jahren nicht mehr so viel am Hut. Ich werde jetzt 37 Jahre alt. Meine Zeit fing ca. 1989 an. Ich war 15 Jahre alt, wir hatten ALLE lange Haare, hörten Metal und die einzigen Probleme die wir hatten, war 1. – wo kriegen wir was zu saufen her und 2. – die Türkengangs die am Bahnhof, am Einkaufszentrum oder an den Sporthallen rumliefen. Ich hatte NIX am Hut (und hatte es auch noch nie) mit irgendwelchen Führern, 3. Reich, Juden… ! Das einzige was uns störte war der Stress mit den (in unserem Wortlaut damals) Kanacken. Die machten uns an, es gab immer Stress – die zogen uns an den langen Haaren… ! Zu dieser Zeit gab es auch schon die 1. Generation der Glatzen in der Stadt. Da ich 2 von denen kannte (die waren 3-4 Jahre älter als ich), kam ich langsam mit denen in „Kontakt“. Unter ihnen befand sich übrigens auch ein Punk (so richtig mit Iro und so), von dem ich übrigens dann auch meine erste „Skinhead/Oi“ Kassette“ bekam. Endstufe – Der Clou + Onkelz – Kneipenterroristen. Und so nahm diie Sache ihren Lauf… ! Als dann Anfang/Mitte der 90er Jahre die ersten „Scheitel“ auftauchten, um uns zu politisieren verjagten wir sie – ich kann mich sogar noch daran erinnern, daß einmal zwei von denen auf die Fresse bekommen haben. Wir wollten mit dieser NPD/FAP… Scheisse NIX zu tun haben. Ich habe auch neben den wenigen Bands aus Deutschland (viele gabs damals nicht) auch Bands wie Cock Sparrer, 4 Skins, Sham69 …oder auch Ska (Judge Dread, Toasters) gehört. Viel Gedanken machte man sich nicht. Die Szene begann sich allerdings (zum NEGATIVEN) zu wandeln. Es wurde immer mehr politisiert. Die wenigen S.H.A.R.P. Skins die es damals gab, hatten IHRE eigene Szene (hatten mit uns nicht viel am Hut) – man grüßte sich trotzdem auf der Straße (weil man sich vom sehen nunmal kannte). Aber irgendwann wurde das Alles ziemlich komisch. Einige meiner Kumpels fingen plötzlich an, auf Parteistammtische zu gehen, Flugblätter wurden verteil usw. ! Mit sowas wollte ich nie was am Hut haben. Die Gruppe derer, die sich „raushielten“ (würde uns jetzt mal als unpolitisch bezeichnen – ihr würdet sagen „rechtsoffen“ – (aber auch „linksoffen“)) wurde immer kleiner. Ende der 90er Jahre gingen einige von uns (ich ebenfalls) in der „gewaltbereiten Fußballszene“ auf. Die Haare wurden wieder länger, die Klamotten veränderten sich. Teilweise kam neue Musik hinzu (über Hardcore, Techno, HipHop,). Ab und zu bin ich allerdings immer noch zu den Konzerten gegangen – und gehe es, wenn die Zeit es mir erlaubt, immer noch hin. Meine „Hauptmusikrichtung blieb Oi/Punk/HC. Nur diese Spinnereien auf den Konzerten und die Politisierung (egal in welche Richtung) finde ich scheiße. Ich kann doch nicht bei jeder Band hinterfragen, ob die jetzt Faschos sind, oder was die privat so treiben. So lange die mich nicht mit irgendwelchen hirnverbrannten Parolen zubrüllen ! Ich höre Bands wie Exploited, Rawside, Fahnenflucht, Zaunpfahl, Slime, Angelic Upstarts, …. höre mir anderseits (aber selten) alte Lieder von Endstufe, Condemned84 aber auch Skrewdriver (all screwed up – auf die rassistischen Lieder verzichte ich ganz bewusst)… ! Ist für mich auch eine Art „Erinnerung“ ! Ich habe noch NIE NPD/REP oder sowas gewählt. Habe einen guten Bekannten dessen Vater ein schwarzer GI war. Und das sieht man ihm auch an. Sein Sohn und mein Sohn gehen zufällig in die selbe Klasse – sind auch gut befreundet und wachsen zusammen auf ! Der kennt meine „Geschichte“, haben auch schon darüber geredet und so akzeptiert er es. Ich habe NIE Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Kultur angegriffen. Wir haben und mit den Kanacken-Gangs geklopft. Manchmal mehr, manchmal weniger fair. Aber die hatten es nicht besser verdient. Die waren keinen Deut besser. Im Gegenteil – von denen ging mehr Aggression aus, als von uns. Ich will keinen Führer haben – ich will kein Reich ! Aber laut eurer Beschreibung bin ich in der „Grauzone“ und damit trotzdem irgendwie BÖSE RECHTS ! So sehe ich mich aber nicht !
    Was bin ich nun ?

    (ganz ehrlich – eigentlich ist es mir SCHEISSEGAL was ich für euch bin ! Ich will nur mal aufzeigen, daß das ALLES nicht so einfach ist – und das man niemand einfach so in Schubladen stecken kann. Früher hießen die Schubladen „links“ + „rechts“, heute gibts dann noch die Schublade „Grauzone“ ! Aber um da wirklich eine faire Ordnung hereinzubringen bräuchte man hunderte Schubladen)

  8. nightys kommentar trifft es sehr deutlich! das leben ist nicht nur schwarz und weiss sondern besteht aus unzähligen grautönen. außerdem ist es zu kurz um seine zeit mit politischen spinnern zu vergeuden! vielleicht wacht ihr eines tages auf und merkt das es nicht um hautfarbe, rasse oder biersorte geht sondern darum ob der typ neben dir ein kumpel oder penner ist. ich hoffe für euch das es dann noch nicht zu spät ist. verkauft nicht eure seele und echte freunde an politische gruppierungen oder parteien. denkt selber nach!

  9. Naja…

    Ich denke nun verstehe ich so langsam worum es in dieser ganzen Diskussion eigentlich geht. Eigentlich ja nur um den Erhalt der Subkultur, der Linken Szene. Wo kämen wir denn hin wenn sich alles mit allem vermischt. Hier geht es nicht um den einzelnen und das Gedankengut des Einzelnen sondern um ein Kollektiv von Menschen das eigentlich in eine Richtung denken möchte um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Gesellschaft ohne Faschismus und Rassismus, freies, selbstbestimmtes Leben ohne Herrschaft …
    Das durch Einbringung von rechtem Gedankengut nicht gutes Entstehen kann ist klar. Menschen verachtende Theorien haben für mich keinen Platz in irgendeiner Art von Zusammenleben. Aber ich denke genau hier liegt die Gefahr und der Punkt der viele so aufregt. Um verhindern zu können das zwei völlig voneinander fernliegende Gedanken sich auf das Schlimmste miteinander vermischen bedarf es einer gewissen Radikalität oder konsequenter Umsetzung. Mit Larifari kommt keiner weiter. Dafür sind die Gemüter von Anfang an zu erhitzt, dadurch sinkt die Kommunikationsbereitschaft. Außerdem ist die Bildung leider oft ebenfalls lange nicht dieselbe und auch dies wird zum Problem wenn der Fehler gemacht wird in einer Diskussion alles Wissen vorauszusetzen.
    Auf jeden Fall denke ich das nur durch eine Konsequente Durchführung klar festgesetzter Regeln verhindert werden kann das Rechts wirklich gleich Links gemacht wird.
    Mich erschreckt allerdings sehr häufig die Hitzigkeit der Diskussionen. Oftmals lässt sich da kein Vernünftiger Ansatz mehr finden. Es geht bei beiden Seiten nur noch um eine Frage des Prinzips, vernünftig diskutiert wird selten. Zumindest bekomme ich das nicht mit.
    Ich kann Meinungen beider Seiten nachvollziehen stelle mich persönlich jedoch klar gegen die Grauzone solange sie für mich bedeutet das sie die ganze Linke Szene in der ich ebenfalls aktiv bin in ihren Grundsätzen untergraben kann. Faschismus hat keinen Platz bei Menschen die frei Denken weder von der einen noch von der anderen Seite her.

  10. Ihr Skinheads seid echt niedlich und marginal.

  11. How exactly is Jenny Woo ‚rechtsoffen‘ ? I’ve seen her and i totally disagree. Also you need to check out Last Seen Laughing’s FB-page to keep your list up to date. Ty Lars

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